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LOUDER THAN HELL Festival der Superlative: Das war Wacken 2017 

Wiebke Engel, 18.09.2017

Beim größten Heavy-Metal-Festival der Welt, dem W:O:A in Wacken, feierten vom 3. bis 5. August 2017 75.000 Metal-Heads aus der ganzen Welt ein Festival der Superlative. Das Motto: „Louder Than Hell“! Sicherheitsexperte Thomas Hess war mit seinem Team der IH Security wie in all den Jahren seit 1996 für Produktionsleitung und Sicherheit zuständig. Sein Motto „As save as possible“.
 
Bereits zum 28. Mal gaben sich vom 03. bis zum 05. August 171 international bekannte Bands und aufstrebende Newcomer auf insgesamt neun Bühnen das Mikro in die Hand. Mit von der Partie unter anderem Apocalyptica, Megadeth, Volbeat oder die deutschen Thrash-Urgesteine Kreator. Auch Schock-Rocker Alice Cooper sowie die Hardrocker von Status Quo ließen sich Wacken nicht entgehen. Louder Than Hell!
 
 
W:O:A Zahlen und Fakten
Das Festivalgelände umfasst über 240 Hektar – das sind weit mehr als 300 Fußballfelder. Das Infield um die Hauptbühne, das speziell mit Zugangskontrollen und Absperrungen gesichert werden muss, hat eine Größe von 43.000 Quadratmetern. Für die Unterteilung der verschiedenen Areale werden mehr als 40 Kilometer Bauzaun aufgestellt. Es stehen 1.000 Toiletten, 500 Duschen, tausende Müllcontainer bereit. Kaum vorstellbar, welch umsichtiger Planung und wie viel Manpower es bedarf, all das aufzubauen. Von den großen Bühnen ganz zu schweigen.
 
Logistik, Organisation, Sicherheit
Thomas Hess verantwortet in Wacken als Produktionsleiter den gesamten Auf- und Abbau mit seinem Team. Hier bringt er sein Expertenwissen zum Thema „Sicherheit bei Großveranstaltungen“ ein. Thomas Hess übernimmt die Abstimmung mit den Veranstaltern, Behörden und der Polizei. Bereits ab der Planung werden wichtige sicherheitsrelevante Faktoren berücksichtigt, die darauf ausgerichtet sind, einen reibungslosen Verlauf zu unterstützen. Als Produktionsleiter entwickelt er mit seinen Mitarbeitern ein maßgeschneidertes Sicherheitskonzept und ist für die Bereiche  Ordner und Security zuständig. Thomas Hess koordiniert auch die verschiedenen Zulieferer und Subunternehmen, die Bühnen, sanitäre Anlagen, Gastro-Stände aufbauen.
 
Drei Wochen, bevor das erste Gitarrenriff über die grüne Wiese jault, richtet sich Thomas Hess vor Ort in seiner Kommando-Zentrale ein. Denn dann beginnen Bühnenaufbau, Stellung der Bauzäune und Absperrungen. Im Prinzip aber ist das W:O:A ein „Rund-ums-Jahr-Projekt“, dessen Höhepunkt die drei Festivaltage im Hochsommer sind. In der ersten Jahreshälfte werden in vielen Treffen mit den Veranstaltern Vorbereitungsarbeiten erledigt. Welche Möglichkeiten gibt es, das Event für die Gäste noch besser zu machen? Welche Maßnahmen sind mit Blick auf aktuelle behördliche Anforderungen zu treffen? Welche zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen ergeben sich aufgrund der in den letzten Jahren verschärften Terrorlage? Hinter dem wilden Festival, das im Fernsehen stets wie ein improvisierter Ausnahmezustand wirkt, stecken komplexe logistische Leistungen, die intensive sachgerechte Vorausplanung und zahlreiche Maßnahmen vor Ort.
 
Hardware und Personal von IH Security
IH Security liefert und installiert in rauen Mengen Absperrungen aller Art: Luxemburger, Stahl Barricades, Alu Barricades, Hamburger, Schleusen, Bauzäune. Am IH Security Standort in Bad Soden werden 12 Trucks mit Absperrmaterial bepackt und nach Wacken geschickt. Das Team bereitet die Arena für den Ansturm der Metal-Fans vor. Hier wird ein detailliertes Konzept umgesetzt, bei dem vielfältige veranstaltungstypische und sicherheitskritische Punkte zu berücksichtigen sind.
 
Das IH Team während des Festivals besteht aus fast 1.400 Köpfen, die das gesamte Infield betreuen und an Einlässen, Übergängen, im Bühnengraben, an Notausgänge, auf den Campingflächen, an den Sponsorenständen positioniert sind. Sie sichern auch den kompletten Backstage Bereich mit VIP- und Pressezelt, Crew-Camp, Secu-Camp, Produktionsbereichen, Artist Village, Nightliner Parking. Zudem sind die IH Metal-Guards bei den Duschcamps auf den Campingflächen anzutreffen. Sie patrouillieren als „mobile Streifen“ auf den Campingflächen und übernehmen Shuttle-Fahrten in den Backstage-Bereich.
 
After Show
Und wenn das letzte Konzert verhallt, beginnt der Rückbau: Das Metal-Mekka wird in eine grüne Wiese zurückverwandelt. Fast das komplette Material wird innerhalb von 2 Wochen abtransportiert. Ein kleines Camp bleibt erhalten; hier wird der Metal Battle ausgetragen, ein internationaler Bandwettbewerb, den die gemeinnützige Wacken Foundation und das Wacken Music Camp unterstützen. Ende August ist Wacken endgültig wieder ein kleines, ruhiges Dorf in Schleßwig Holstein und wird es für fast 11 Monate bleiben. Bis zum nächsten W:O:A, an dessen Vorbereitungen Thomas Hess schon jetzt mitwirkt. Denn für das Metal-Festival der Superlative denken sich die Veranstalter für 2018 wieder das eine oder andere aus – und das Sicherheitskonzept wird natürlich auch einmal mehr auf Passgenauigkeit überprüft.
 

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